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Passen die Kuntzsch-Hochrähmchen auch in meine Honigschleuder ?

Auch diese Frage wird mit Recht immer wieder gestellt. Man ist oft der Ansicht, man müsse die Hochwaben unbedingt quer, also liegend in die Schleuder einstellen. Etwa so, wie man ja auch die Breitwaben in der Schleuder umgedreht einstellt.
Die Kuntzsch-Hochwaben sollten so in die Schleuder eingestellt werden, dass die normalerweise leicht nach oben gerichteten Zellen in der Schleuder nach unten gerichtet sind. Dies bedeutet, dass die Hochwabe so eingestellt wird, dass das Rähmchen-Oberholz mit den Trageohren auf den Boden des Schleuderkorbes kommt. Die Hochwabe wird also gewissermaßen einfach "auf den Kopf" gestellt. Da die Honigwaben im Regelfalle im oberen Teil meist wesentlich stärker mit Honig gefüllt sind, hat der ausgeschleuderte Honig, nachdem er an die Kesselwand der Schleuder geflogen ist, einen viel kürzeren Weg zum Boden der Schleuder und kann damit schneller durch den Ablaufhahn abfließen.
Das Trägerholz des Rähmchens (obere Rähmchenleiste mit beidseitigen Trageohren) hat eine genormte Länge von 27,8 cm. Somit passen diese Waben (kopfüber eingestellt) praktisch in fast alle Schleudermaschinen. Ausnahmen mag es nur bei einigen Selbstwendeschleudern geben. In manchen Schleudern ist der eigentliche Schleuderkorb ausreichend groß, nur ist die Gesamtfläche (wegen der Trageohren) zu gering, so dass sich die Rähmchen nur mit den Trageohren nach oben in die Schleuder einhängen lassen. Dies ist aber beim Schleudern absolut nicht nachteilig.
Bei Verwendung der Kunststoff-Rähmchen der Firma KUNESA, Weiskirchen, kann man die beiden Trageohren vor der Schleuderung einfach abziehen und nach der Schleuderung wieder eindrücken. Danach sind die Rähmchen genau 25 cm x 33 cm groß. Diese Korbfläche dürfte bei allen Schleudern vorhanden sein.

Die schleuderfähigen Honigwaben werden vorteilhaft "kopfüber" in die Schleuder eingestellt. Damit hat der ausgeschleuderte Honig einen kürzeren Weg zum Ablaufhahn und die Wabenzellen lassen sich restlos ausschleudern, weil die Einzelzellen der umgedrehten Wabe leicht nach unten zeigen. Das Foto zeigt eine noch nicht entdeckelte Wabe, um das richtige Einstellen deutlich zu machen. Vor dem Schleudern wird die Wabe selbstverständlich noch entdeckelt.

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Der Ableger- und Wabentransportkasten

Der vom Verfasser, sowie den Herren Dr. Wolfgang FAHR und Matthias SCHERER in gemeinsamer Arbeit entwickelte und von der Firma KUNESA in 66709 WEISKIRCHEN/Saar hergestellte Ableger- und zugleich auch Wabentransportkasten für 6 Kuntzsch-Hochrähmchen hat sich schon in vielen Imkereien bestens bewährt und gewinnt immer mehr neue Freunde.
Der Kasten sollte eigentlich einen Namen haben und "UNI-KASTEN" oder ähnlich genannt werden, weil er in der Tat universell verwendbar ist und eigentlich in keiner Imkerei, welche mit dem Rähmchenmaß Kuntzsch-Hoch arbeitet, fehlen sollte. Dieser universelle Kasten schließt eine Lücke bei den Betriebsmitteln in unserer Imkerei.

Der Ableger- und Wabentransportkasten für 6 Kuntzsch-Hochwaben dient der Unterbringung eines Ablegers als auch zum Transport von schweren Schleuderwaben vom Volk zum Auto und zur Schleuder. Er ist wetterfest und mit Wanderlüftung versehen. Abdeckung mit Folie und weit übergreifendem Deckel. Der Tragebügel mit handlichem Griff ist abnehmbar.
  1. Der Kasten sollte ursprünglich nur als Ablegerkasten dienen. Dazu sollte er aus wetterfestem Material sein, um ihn ohne besondere Schutzvorrichtung aufstellen zu können und auch ein Schlagregen nichts anhaben kann. Außerdem sollte er eine gewisse Standfestigkeit aufweisen, um nicht von Windböen umgeworfen zu werden.
  2. Er sollte aus einem Material geschaffen sein, welches "warm" genug ist, damit der darin untergebrachte und im Schatten aufgestellte Ableger oder Kunstschwarm nicht "friert". Ein besonderer Wärmeschutz müsste also überflüssig sein.
  3. Er sollte auch eine sogenannte "Wanderlüftung" besitzen, damit ein im Kasten untergebrachter Ableger, Schwärm oder Kunstschwarm gefahrlos und bestens "belüftet", z.B. über Nacht im Keller stehen und am nächsten Tage gefahrlos zum Außenstand transportiert werden kann.
  4. Der Kasten sollte selbstverständlich "Griffleisten", "Griffmulden" oder ähnliches haben, um ihn samt Inhalt leichter tragen zu können.
  5. Die Tragemöglichkeit sollte aber so sein, dass man möglichst auch im Bedarfsfälle von diesen Kästen zwei zugleich, also beidhändig tragen kann. Dazu reichten Griffleisten oder Griffmulden an der Kastenwand nicht aus. Es müsste ein Tragegriff, ein Tragebügel, ähnlich dem eines Honigeimers (nur stabiler) vorhanden sein. Dieser Tragebügel sollte abnehmbar, also nach dem Aufstellen des Kastens mit einen Ableger, Schwärm oder Kunstschwarm abgenommen und später zum Transport wieder angebracht werden können. Die Möglichkeit, von diesem Kasten nach Anbringung eines kräftigen Tragebügels (Tragegriff) zwei Kästen zugleich (beidhändig) tragen zu können, brachte uns auch in den Genuss der sehr viel leichteren Beförderung der mehr oder weniger schweren Schleuderwaben vom Volk zum Auto und zum Schleuderraum.
  6. Der Kasten selbst sollte leicht sein, damit das Tragen mit gefüllten Waben oder mit Reservevölkern nicht zu schwer und nicht zur Qual wird. Der Kasten sollte, unserem Motto entsprechend bequem zu handhaben sein.
  7. Der Kasten sollte in unserer WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER so einzustellen sein, dass
    •  die WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER nach Einstellen des gesamten Kastens mit einem Ableger ohne Schwierigkeiten abgedeckt und geschlossen werden kann,
    • nach dem Einstellen des Ablegerkasten (ohne Tragebügel) das Absperrgitter zum Nebenraum gleichzeitig bienendicht abdeckt und verschließt und
    • die Bienen des so in der WLB eingestellten Ablegers, durch das Flugloch des Ablegerkastens über das Flugloch der WLB sich hier einige Tage einfliegen können, bevor der Ableger danach Wabe für Wabe aus dem Ablegerkasten entnommen und in die WLB eingehängt wird.
So wurde nach langer und vielseitiger Erprobung mehrerer sogenannter Prototypen (Versuchskästen) dieser Ablegerkasten so für bestens brauchbar und auch preiswert gefunden, wie er derzeit von der Firma KUNESA. 66709 WEISKIRCHEN/Saar, Trierer Straße 40 hergestellt und geliefert wird.

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Beispiele für die vielfache Nutzung des Ableger- und Wabentransportkastens

 Der Ableger- und Wabentransportkasten für 6 Rähmchen Kuntzsch-Hoch dient als Unterkunft für einen Ableger, einen Kunstschwarm oder einen kleinen Naturschwarm. Er ist aus dem wetterfesten PU-Hartschaum gefertigt und benötigt daher bei der Freiaufstellung keinerlei Wetterschutz.
Der Kasten ist mit einem lose beweglichen Vorsatzteil ausgestattet, in welchem auf der einen Seite ein Flugloch und auf der anderen Seite eine "Wanderbelüftung" mit Wandergitter angebaut ist. Das Flugloch wird nur dann benötigt, wenn ein Reservevolk (Schwarm, Ableger oder Kunstschwarm) darin untergebracht und zum Fluge freigegeben ist. In der übrigen Verwendungspraxis ist das Flugloch stets geschlossen.
Die Wanderbelüftung ist vorzugeben, wenn der Ableger gebildet und vorübergehend im Keller untergebracht oder zu seinem neuen Standort transportiert und dort neu aufgestellt werden soll. Nach der Aufstellung am neuen Standplatz wird das Vorsatzteil umgedreht, und zwar so, dass nunmehr das Flugloch frei wird.
Der Ableger- und Wabentransportkasten bewährt sich aber auch bei der praktischen Arbeit an den Völkern ganz vorzüglich. So kann man darin schon vorbereitend Rähmchen mit Mittelwänden oder Reservewaben unterbringen und hat dann bei der Arbeit am Volke diese im Bedarfsfalle gleich zur Hand. Auch, wenn im Kasten keine Waben transportiert werden, so hat ihn der Verfasser immer bei jeder Völkerkontrolle dabei. So ist z.B. vorteilhaft, wenn man bei starken Völkern, welche schon 'alle Rähmchen dicht besetzen, beispielsweise die Abschlusswabe als erste Wabe aus der WLB entnimmt und samt aufsitzenden Bienen in den Ablegerkasten einhängt. Nun hat man in der WLB ausreichend Platz, um die Waben in der Beute zu bewegen.

In einem anderen Beispielsfall ist es von Vorteil, wenn man die Wabe, auf der man zufällig die Königin findet, in den Ablegerkasten einhängen kann. So ist man sicher, dass Königin nicht verloren geht, oder beschädigt wird. Zum Abschluss der Volkskontrolle gibt man dann diese Wabe mit der Königin wieder zurück in das Volk und fegt die evtl. im Ablegerkasten verbliebenen Bienen von oben in die WLB zurück,
Eine dritte, und zwar ganz wichtige Verwendungsmöglichkeit für diesen Ableger- und Wabentransportkasten ist die, dass man mit seiner Hilfe die schweren Schleuderwaben vom Volk zum Auto und zum Schleuderraum tragen kann. Er bietet sich als Transportkasten geradezu an.
Sicherlich kann man in jeder beliebigen Kiste diese schweren Waben transportieren. Aber es steht ganz außer Zweifel, daß jede Kiste, die nur mit einer Hand und einseitig, oder vor dem Bauche getragen werden muss, den Träger oder die Trägerin enorm belastet und nicht selten arge Rückenbeschwerden verursacht. Verfasser hatte ganz früher auch Kisten mit bis zu 17 Waben Fassungsvermögen, um darin die Schleuderwaben zum Auto und zur Schleuder zu tragen und ist später zu Kisten übergegangen, welche "nur" noch 10 Waben fassten. Aber auch solche Kisten verursachten ihm und verursachen den meisten Menschen beim Tragen Schwierigkeiten.

Wenn man aber zwei Kästen hat, in welchem jeweils nur 6 Waben eingehängt sind und diese Kästen gleichzeitig und zwar beidhändig getragen werden, so ist das nicht nur leichter zu tragen, sondern ist auch medizinisch gesehen von großen Vorteil. Diese Tragemöglichkeit wird auch dadurch besonders bequem gewährleistet, weil der Ableger- und Wabentransportkasten mit einem (leicht abnehmbaren ) Tragebügel mit handlichen Griff ausgestattet ist.
über die praktische Verwendbarkeit des Ableger- und Wabentransport-Kastens lese man auch unter "Ablegerbildung" im Abschnitt "Schwarmtrieblenkung" u. im Abschnitt "Die Honigernte" weiteres nach.
Immer wieder sollten wir uns fragen, ob wir uns die Beschäftigung mit unseren Bienen nicht einfacher, nicht bequemer machen sollten.
Warum sollten wir uns eigentlich ausgerechnet bei  unserer Liebhaberei plagen und abschuften und Schwerarbeit leisten ?
Machen wir uns doch unsere Liebhaberei und Freizeitbeschäftigung endlich bequemer und leichter! Der Ableger- und Wabentransportkasten für 6 Waben der Firma KUNESA hilft uns dabei ganz entscheidend.

Der Ableger vom Außenstand heimgeholt, wird, nach Wegnahme des Tragebügels und Öffnung seines Flugloches einfach in einen leeren Raum (z.B. Honigraum eines umzuweiselnden / zu vereinigenden Volkes) der WLB eingestellt. Nach einigen Flugtagen, wenn sich der Ableger eingeflogen hat, wird der Ablegerkasten herausgenommen und werden die Waben des Ablegers in die Beute eingehängt. Eine erste Erweiterungswabe kommt noch dazu. Dahinter das Einenge-Schied; Folie und Abdeckplatte darüber, Beute schließen, fertig. Das ist alles.

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Beutenschutz durch Farbanstrich ?


Grundsätzlich benötigt die WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER der Firma KUNESA keinen Schutzanstrich. Das für den Beutenbau verwendete PU-Material ist absolut wetterfest.
Lediglich wird die Beutenaußenseite dann, wenn sie vom direkten Sonnenlicht getroffen wird, langsam ihre ursprüngliche hellbeige Farbe verlieren. Das PU-Material färbt sich dann stetig und langsam dunkler und wird letztlich nach einigen Jahren braun.
Diese braune Färbung ist völlig unbedeutend, wenn die Beute nicht in der Sonne steht. Ist die Beute aber der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt (was eigentlich nicht sein sollte!), dann kann man (sollte man) einen etwas helleren Anstrich auftragen um eine Überhitzung des Beutenkörpers zu vermeiden. Die Bienen müssten in solchen Fällen stark fächeln, um eine nicht auszuschließende Überhitzung (auch im Beuteninneren) zu vermeiden.
Als Beutenanstrich eignet sich hervorragend einfache Fassadenfarbe. Diese sollte etwas eingefärbt werden. Einen grellen, weißen Anstrich sollte man nicht wählen. Daher sollte man die Fassadenfarbe im Bedarfsfall etwas eintönen. Ist Fassadenfarbe nicht vorrätig, so genügt es, wenn man sich eine Tube (ca. 1/2 Liter) helle Abtönfarbe im Fachgeschäft kauft. Man wähle eine helle "Tarnfarbe", welche nicht störend auf das Auge des Betrachters wirkt. Diese Abtönfarbe ist wasserverdünnbar und sehr ergiebig und hält einige Jahre in Farbe und Festigkeit.
Vorteilhaft kann sein, wenn man die Vorsatzteile mit den Fluglöchern bei jedem Volke mit einer anderen Farbe streicht, um den heimkehrenden Bienen eine bessere Heimfindung durch diese Markierung zu ermöglichen. Hierzu sollte man allerdings etwas dunklere Farben wählen. Verfasser verwendet mit Vorliebe die Farben braun, grau und grün. Die Bienen lieben es nämlich in eine etwas dunklere "Nische" einzufliegen.

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