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Winterfuttermenge
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Je nach Klimalage wird man verschiedene Mengen Winterfutter benötigen.
So ist es z.B. beim Verfasser, in Mittelhessen, mit einer Höhenlage von 284 Meter bei sehr Wechsel warmen Wintern erforderlich,
etwa l kg Futter pro besetzte Waben (zur Zeit der Auffütterung) einzukalkulieren. Das heißt:
Ein Volk besetzt beispielsweise zur Zeit der Auffutterung noch mindestens 15 Waben des Brutraumes und auch im Honigraum sind noch
sehr viele Bienen, welche im Brutraum keinen Platz finden, so muss mit 15
kg Futter gerechnet werden. (Verfasser belässt auch dem stärksten
Volk nur höchstens 15 Waben für die Überwinterung).
Von dieser geforderten Gesamtmenge ist jedoch der jeweilige Eigenvorrat
des Volkes jeweils abzurechnen. Hat das betreffende Volk beispielsweise
geschätzte 4 kg Eigenvorrat auf den Überwinterungswaben, so sollten noch cirka 11 Kilo
zugefüttert werden.
Diese Futtermenge durfte auch in kälteren Zonen ausreichen, wenn alle notwendigen und schon beschriebenen Maßnahmen durchgeführt
wurden.
Wenn im Frühjahr vor Beginn der Frühtracht aus Obst- und Löwenzahnblüte noch verdeckelte Futterwaben hinter dem Brutnest hängen, so werden diese entnommen und gegebenenfalls durch hellbraune Leerwaben aus dem Wabenschranke ersetzt. In keinem Falle sollten während der
Frühtracht noch überzählige Futterwaben im Volke verbleiben, weil sonst die Gefahr besteht,
dass von diesem Zuckerfutter Teile umgetragen und mit dem Honig der
Frühtracht vermischt werden. Dies aber kann nicht im Interesse eines ordentlichen Imkers liegen.
Die im Frühjahr entnommenen schweren Futterwaben kommen in den Wabenschrank und werden hier mottensicher aufbewahrt für die Zeit der Ablegerbildung oder für möglicherweise aufkommende Notzeiten.
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Nach der Auffütterung
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Wird man die Völker zunächst völlig ungestört lassen. Erst im Oktober wird eine Kontrolle durchgeführt. Jetzt werden -falls nicht schon früher geschehen- die Futtergeschirre entfernt und gereinigt. Auch die möglicherweise noch immer im Honigraum hängenden Waben werden entnommen, bienensicher verwahrt, oder der Wachsverarbeitung zugeführt.
Die für die seitliche Abdeckung des Absperrgitters vorgesehenen PU-Hartschaumplatte wird im Honigraum gegen das Absperrgitter gelegt und mit einem Leer-Rähmchen oder einem anderen Behelf festgelegt, indem man das Rähmchen diagonal gegen die Abdeckplatte anlegt. Jetzt entnimmt man auch
- wie schon weiter vorne beschrieben - den hinten im Brutraum vor der
Auffütterung eingehängten, meist völlig ausgebauten Mittelwandrahmen und die Baurähmchen.
Das für die Einengung des Wabenraumes vorgesehene Einenge-Schied wird bei starken Völker nicht hinter der letzten Wabe eingehängt. Der hinter der letzten (meist der 15.) Wabe freie Raum für 3 Waben bleibt auch über Winter frei und ohne Waben oder Schiede. Nur bei schwächeren Völkern (Ableger, Schwärme), welche weniger als 12 oder 13 Waben während der Auffutterung belagerten, sollte das Einenge-Schied jeweils hinter die letzte Wabe angefügt werden.
Jetzt gibt man auch die hintere Bodenbelüftung mit dem Gitter frei. Hierdurch wird erreicht,
dass sich die Völker früher in den eigentlichen Wintersitz zusammenziehen. Auch für einen relativ trockenen Wintersitz ist diese hintere Bodenbelüftung von sehr großem Vorteil.
Mit Beginn der fluglosen Zeit wird das normale Flugloch-Vorsatzteil herausgenommen und durch das Winter-Vorsatzteil mit hohem Fluglochausschnitt und dem Mäuse-Schutzgitter ersetzt.
Großes Flugloch, hintere Bodenbelüftung und nicht eingeengter Überwinterungsraum verhindern gefährliche Winter- und
Frühbrut und dienen somit einer gesunden Über- und Auswinterung.
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Ein besonders starkes und fleißiges Volk hat nach einem guten Trachtjahr das Gitter
im Absperrgitterschied zu einem Drittel mit Wachs verbaut. Trotzdem war
über die ganze Saison der Honigraum immer dicht von Bienen besetzt und auch ordnungsgemäß mit Honig gefüllt worden. Öle stark eingeschränkte Passage reichte offensichtlich trotzdem noch voll aus.
Dieser Zustand wurde entdeckt, als der Honigraum geschlossen werden sollte. Die Baufähigkeit dieses Volkes zeigt sich auch oben an der
Rähmchenauflagenut. Auch hier wurde viel Wachs verbaut. Die Trageohren der
Rähmchen waren beim Abschleudern total in Wachs eingebettet.
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Zusammenfassung "Nachsommerpflege und
Einwinterung"
- als Beispiel -
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Sofort nach Trachtschluss (in Früh- und
Vorsommertrachten um den 20.-25. Juli) abschleudern und
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den Brutraum kontrollieren. Jungfernwaben aus dem künftigen Wintersitz entnehmen oder hinten als
Abschlusswaben einhängen. Den oder die Baurahmen ausschneiden und als letzte
Rähmchen wieder einhängen. Oder: Die 3 letzten Waben des Brutraumes entnehmen, evtl. ausschleudern und an deren Stelle ein mit eingedrahteter Mittel wand versehenes
Rähmchen sowie zwei ausgeschnittene oder mit Anfangsstreifen versehene Baurahmen einhängen.
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Das Futtergerät im Honigraum einhängen und mit mindestens 3,5 Liter
Flüssigfutter beliebiger Konzentration füllen (oder einen 15-kg-Block fertigen Futterteig in den wabenleeren Honigraum einlegen).
Das Flugloch-Vorsatzteil mit dem nur l cm hohen Flugloch vor den Brutraum setzen. Honigraum-Flugloch schließen.
(Bei Verfütterung von Fertig-Futterteig entfallen die weiteren Einzelfütterungen mit
Flüssigfutter. Lediglich der "Abschiedstrunk" >siehe unter 8.< ist in jedem Falle zu reichen).
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Nach 2-4 Tagen nochmals ca. 3,5 Liter Flüssigfutter geben.
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Eine Woche später ein drittes Mal ca. 3,5 Liter Futter reichen.
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Nach einer weiteren Woche wiederum 3,5 Liter füttern.
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Wieder eine Woche später ein weiteres Mal mit etwa 3,5 Liter
Flüssigfutter füttern. Bei Verfütterung von rel. dickflüssigem Futtersirup und je nach Eigenvorrat des Volkes könnte diese
Fütterung entfallen.
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In der zweiten Septemberwoche zum sechsten und letzten Mal etwa 3,5 Liter
Flüssigfutter als "Abschlusstrunk" reichen. Dieses letzte Futter wird garantiert am
zukünftigen Wintertraubensitz abgelagert.
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Etwa Mitte bis Ende September Kontrolle auf Futtervorrat und Brutsitz. Diese Kontrolle wird wenigstens bei einigen Völkern
stichprobenhaft durchgeführt. Der Brutsitz sollte möglichst vorne bald hinter dem Flugloch beginnen. Notfalls wird das Brutnest nach vorne gerückt.
Auf den Brutwaben sollten jetzt 8-12 cm hohe verdeckelte Futterblöcke angelegt sein (siehe Abbildungen). Bei evtl. fehlendem Futter ist dickflüssig (Sirup) nachzuflittern, oder eine der hinteren, möglicherweise (meist) total verdeckelten Waben mit der Entdeckelungsgabel aufzuritzen (nicht
entdeckeln!). Die Bienen tragen danach das Futter aus den aufgeritzten Zellen nach vorne um. Diese Maßnahme gilt besonders bei vorausgegangener Verfutterung von Fertigteigen oder zu schneller Auffutterung mit
Flüssigfutter oder Sirup.
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Mitte bis Ende Oktober (je nach Witterung; bei flugloser Zeit) werden im Brutraum das hinten angehängte
Mittelwandrähmchen (meist sauber ausgebaut) und auch die
Baurähmchen entnommen. Gute und gesunde Völker nicht einengen.
Der hintere, wabenleere Raum im Brut- bzw. Überwinterungsraum bleibt als winterlicher "Pufferraum" frei. Es wird kein Einenge-Schied eingehängt. Nur schwächere Völker (Schwärme, Ableger) werden mit Hilfe des Einenge-Schiedes hinter der letzten Wabe (je nach Volksstärke) auf etwa 10-13 Waben einzuengen sein. Die hintere
Bodenbelüftung im Überwinterungsraum ist freizugeben. Zum Auffangen des winterlichen Gemülles und Totenfalles wird der Boden-Einschub (mit aufgelegtem Varroagitter) vorsichtig von hinten unter den Wabenbau eingeschoben. Honigraum schließen und alle evtl. noch im Honigraum hängenden Waben (jetzt meist futterfrei) entnehmen und das Absperrgitter mit den
Abdeckteil aus Hartschaum abdichten und durch ein diagonal gegengelegtes Leerrähmchen oder dergleichen gegen Umfallen sichern (siehe Abbildungen).
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Nach beendeter Einwinterung der Völker wird das senkrechte Absperrgitter mit der zur Beute gehörenden
PU-Hartschaum-Abdeckplatte abgedeckt. Um ein Umkippen der Abdeckplatte zu verhindern, wird ein Leer-Rähmchen oder ein anderer passender Gegenstand diagonal gegengestellt. Verfasser nimmt dazu alte Keramikplatten, well sie schwer genug sind, die Platte konstant festzulegen und zusätzlich ein altes Rähmchen, um einen oberen Abschluss der Platte
in jedem Falle zu gewährleisten.
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Falsche Einwinterung
Beispiel aus der Praxis
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Mitte März klagt ein Imker über seine Völkerverluste in der WIE während der Überwinterung. Es waren ihm 4 von 10 Völkern über Winter trotz reichlich vorhandener Vorräte eingegangen.
Er schilderte den im Frühjahr nach dem Reinigungsflug angetroffenen Zustand auf seinem Stande und fragt, woran es liegen könne, dass nur noch 6 von 10 Völkern am Leben seien.
Geschilderter Zustand:
In den WARMBAU-LAGERBEUTEN saßen die eingegangenen Völker noch in der "Wintertraube" dicht in den Wabengassen, und in den Zellen der Waben waren tote Bienen (mit dem Hinterteil aus den Zellen ragend) angetroffen worden. Auch einige abgestorbene Brutreste waren innerhalb der toten Wintertraube zu finden. Futter war reichlich auf den hinteren Waben in ordentlich verdeckeltem Zustand vorhanden, während vorne auf den ersten 8-10 Waben, auf denen die tote Wintertraube saß, keinerlei Futter zu finden war.
Ursache der Misere:
Der Imker hatte Ende Juli abgeschleudert und sofort ein 15-Kilo-Paket Fertig-Futterteig in den Honigraum gegeben und war sodann in Urlaub gefahren. Nach 3 Wochen vom Urlaub zurückkommend, stellte er fest, dass die Völker das gereichte Futter restlos aufgenommen und die hinteren Waben im Überwinterungsraum voller Futter in meist verdeckeltem Zustand waren. Eine genauere Kontrolle nach Brutstand und Futtermenge über der Brut wurde nicht durchgeführt.
Was war falsch gemacht worden?
Der Imker hätte nach dem Urlaub eingehender kontrollieren müssen. Dabei hätte er festgestellt, dass das gereichte Futter zum Großteil in Brut umgesetzt wurde, und dass auf den Brutwaben, dem künftigen Sitz der Wintertraube, großflächig Brut vorhanden war, aber nur ganz geringe Futterkappen angelegt wurden. Das abgetragene und nicht in Brut umgesetzte Futter war auf den hinteren Waben des
Brut- und Überwinterungsraumes abgelagert und zum größten Teil auch sauber verdecke!t worden.
Hier wurde ein großer Fehler gemacht. Es wird oft nicht beachtet, dass das Abtragen des Futterteiges fast 3 Wochen dauert, und dass dieses Abtragen auf die Völker einen ungemein starken Brutreiz ausübt. Daher bleibt das zu Beginn der Fütterung noch große Brutnest auch weiterhin in dieser Größe erhalten. Das nicht für die Brutpflege benötigte Futter kann infolgedessen nur auf den brutfreien Waben hinter dem Brutnest abgelagert werden. Ist dann nach 3 Wochen das Futter restlos abgetragen, hat das Volk auf den vorderen Brutwaben zwar sehr große Brutflächen, aber nur ganz geringe Futtervorräte. Wenn diese Brut geschlüpft ist, bildet sich auf diesen Waben (mit noch geringen Brutresten) die Wintertraube. Diese zehrt nun von den auf den ehemaligen Brutwaben nur gering vorhandenen Futterbögen. Setzt dann aber
- wie das in unserem mitteleuropäischen Klima meist der Fall ist- um die Jahreswende mildes Wetter ein, so beginnen die Völker wieder mit der Brutpflege, und zwar inmitten der Wintertraube. Setzt dann aber noch einmal Frost ein, so ziehen sich die Bienen auf der Brut wieder dichter zusammen und sind nicht in der Lage, die besetzten Waben zu verlassen um auf andere Futterwaben überzuwechseln. Hierdurch wird das nur gering auf den vorderen Waben lagernde Winterfutter restlos aufgezehrt. Das hinten noch lagernde Futter ist für die Wintertraube unerreichbar und so müssen die Bienen auf den leeren Waben, auf denen sie sitzen, elendig verhungern.
Die Lehre daraus: Nach der Verabreichung des Futterteiges hätte eine Kontrolle folgen sollen. Dabei wäre festgestellt worden, dass zu wenig Winterfutter gelagert wurde. Nach einer Pause von einer bis zwei Wochen (wenn die Masse der Brut geschlüpft ist) musste noch einmal und zwar am besten flüssig (Sirup) nachgefüttert werden, damit auf den eigentlichen Überwinterungswaben noch genügend Futter hätte abgelagert werden können.
Ähnlich dem geschilderten Fall kann auch bei zu früher und vor allem zu massiver und zu schneller Futterverabreichung der geschilderte Nachteil aufkommen. Die Fütterung sollte zwar früh begonnen, sich aber über einen längeren Zeitraum hinziehen, damit mit dem Schwinden der Brut auf den Brutwaben ausreichende Futtervorräte abgelagert werden können.
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Das Auswintern der Völker
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Sobald Ende Februar/Anfang März (in kalten und langen Wintern auch später) die Temperaturen nach milden Nächten auf ca. 10-12°C ansteigen, ist mit dem ersten großen Ausflug, dem sogenannten
"Reingungsausflug" zu rechnen. Bei diesem großen Ausflug reinigen sich die Bienen von den sich im Laufe des Winters in ihrem Darm angesammelten Verdauungsrückständen. Auch die Beute wird von den Bienen vom winterlichen
Totenfall und dem Wachsgemülle weitgehend gesäubert. Dies ist aber für die Bienen eine sehr schwere Arbeit, die wir ihnen nach Möglichkeit abnehmen sollten. Die Imkerin oder der Imker mit der WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER hat es dabei besonders einfach. Man entnimmt den
über Winter auf dem Beutenboden einliegenden (im Herbst untergeschobenen) Bodeneinschub mit dem aufliegenden
Varroagitter. Dies geschieht von hinten (siehe Abbildung). Wieder zeigt sich ein weiterer Vorteil dieser Beute. Es muss keine Zarge abgehoben, seitwärts abgestellt und nach Reinigen oder Austausch des Bodens wieder aufgesetzt werden. Von dieser Bodeneinlage, die auch als "Windel" bezeichnet werden könnte, kann man schon vor dem ersten Ausflug sehr viel ablesen. Z.B. Über die Stärke des Volkes, seinen Sitz und Gesundheit sowie die Weiselrichtigkeit. Wurde keine Bodenunterlage verwendet, so tut man gut daran, schon vor dem Ausflug (Vortag) mit der flachen
"Bodenkrücke" den Beutenboden zu reinigen, indem man von hinten vorsichtig und ohne viel Unruhe in das Volk zu bringen, den Beutenboden reinigt. Das mit Hilfe der Bodeneinlage bzw. mit der Bodenkrücke aus der Beute entfernte
Gemülle und auch der Totenfall sind sorgfältig, zusammen mit dem Gemüll aller anderen Völker, zu vernichten (Seuchenhygiene). Der Bodeneinschub ist sorgfältig zu reinigen, zu trocknen und danach wieder unterzuschieben. Hier zeigt sich ein Vorteil, wenn man schon gereinigte Bodeneinschübe verfügbar hat, so dass bei dieser Arbeit lediglich ein Austausch stattfinden kann. Wird der Bodeneinschub wieder gegeben, so legt man das zugehörige Varroagitter aber nicht wieder auf, es könnten sich ansonsten die Larven der Wachsmotte ungestört darunter aufhalten, verpuppen und vermehren.
Zeigt sich im hinteren, von den Bienen unbesetzten Überwinterungsraum an der Beutenwand und am Beutenboden Feuchtigkeit, so sollte (falls nicht schon nach Abschluss der Einwinterung geschehen) die hintere
Bodenbelüftung freigegeben werden. Außerdem hat sich vorzüglich bewährt, wenn man eine Lage Zeitungspapier (gefaltete Tageszeitung) senkrecht an die Rückwand des
Überwinterungsraumes so einstellt, dass die Bodenbelüftung nicht verdeckt wird. Das sehr saugfähige Zeitungspapier (keine Illustrierte!) nimmt sehr viel und leicht Feuchtigkeit auch aus der Stockluft auf und hilft dadurch mit, die Beute weitestgehend trocken zu halten und dadurch evtl. aufkommende Nachteile zu verhindern. Die Zeitungslage wird nach etwa einer Woche entnommen (meist feucht) und gegen eine neue Zeitung ausgetauscht. Die nasse oder feuchte Zeitung kann getrocknet und nach einer Woche wieder eingestellt werden. Diese Art der "Trockenlegung" ist sehr vorteilhaft, kostet nichts und das verwendete Material braucht nicht aufbewahrt zu werden und ist später
über die Papier-Mülltonne schnell, leicht und sicher sowie umweltfreundlich "entsorgt".
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Der Bodeneinschub wird von hinten herausgezogen. Dabei sollte das Volk möglichst nicht gestört werden.
Deutlich ist zu erkennen, dass dieses Volk einen rel. geringen Totenfall aufweist. Die toten Bienen liegen auf dem Varroagitter.
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Nach Wegnahme des Varroagitters zeigt sich die Anzahl der Gemüllstreifen. Dieses Volk ist recht stark, denn es zeigt auf dem Bodeneinschub 11 Gemüll streifen. Außerdem ist zu erkennen,
dass das Volk seinen Wintersitz im vorderen Drittel des Überwinterungsraumes eingenommen hatte. Das ist gut so. Der Sitz des Volkes sollte zum Flugloch hin orientiert sein. Das Volk
lässt auf gute Auswinterung hoffen. Nach der Reinigung des Bodeneinschubes sollte er wieder dem Volke untergeschoben werden. Das Gitter sollte dann aber nicht aufgelegt sein.
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Die Völker sollten jetzt noch nicht eingeengt werden. Es verbleiben den Völkern zunächst noch alle Oberwinterungswaben; auch wenn sie nicht, oder nur gering von Bienen belagert werden. Man wird in den nächsten (milden) Tagen feststellen, dass die Bienen einen Großteil des auf den hinteren Waben befindlichen, nicht verdeckelten und über Winter durch seine hygroskopische (wasseranziehende) Eigenschaft sehr wasserreich gewordene Futter umtragen und weiter vorne zur Mitte (in Brutnähe) neu einlagern. Dieses Umtragen erspart den Völkern sehr viele gefahrvolle
Wasserflüge. Würde man jetzt schon diese hinteren, nicht voll belagerten Waben entnehmen, so ginge den Völkern sehr viel von diesem "nassen" Futter verloren.
Das Einenge-Schied wird nur dann schon jetzt eingeschoben, wenn ein Volk ausnahmsweise stark geschwächt aus dem Winter gekommen ist und diese hinteren, mit "nassem" Futter gefüllten Waben nicht belagern und auch das Futter nicht umtragen kann. In einem solchen Falle werden die hinteren, nicht belagerten Waben weiter nach rückwärts geschoben und das Einenge-Schied an die letzte belagerte Wabe angehängt. Das "nasse Futter" dieses Volkes wird an einem der folgenden warmen Tage über diesem Volke ausgeschüttelt.
Dabei geht der Verfasser
folgendermaßen vor:
Die Abdeckungen werden abgenommen, so dass die Waben oben frei sind. Die Bienen werden nur leicht zurückgedrängt (Nelkentuch). Nun entnimmt man eine Wabe mit unverdeckeltem "nassen" Futter und hält sie
waagerecht über den Bienensitz. Durch wippende Bewegungen mit der Wabe, tropft nun das stark wasserhaltige "nasse Futter" aus den Zellen auf die Überträger der Rähmchen und auch auf die hier sitzenden Bienen. Dies macht man auch mit der anderen Wabenseite und die Bienen beeilen sich, dieses Futter aufzunehmen und innerhalb des Bienensitzes wieder neu einzulagern.
Die nunmehr (fast) leere Wabe kann man hinter dem Einenge-Schied einhängen, um sie für spätere Verwendung gleich "zur Hand" zu haben. Bei Unterbringung dieser Waben im Wabenschrank sollte man sie in beliebiger Form kennzeichnen, um sie später vor der weiteren Verwendung von den Bienen auslecken zu lassen.
Normal stark ausgewinterte Völker brauchen nach dem Reinigungsausflug nicht sofort eingeengt zu werden. Nach langjährigen Erfahrungen wurde festgestellt,
dass gesunde und stark ausgewinterte Völker mit einer Auswinterungsstärke von 14-15 besetzten Waben, sich auch ohne Einengung des Wabenbaues prächtig entwickeln. Warum sollte man also die Völker stören und sich selber unnötige Arbeit machen?
Eine besondere Kontrolle der Völker kann entfallen; es sei denn, man sorgt sich um die Futterversorgung. In langen Wintern kann es vorkommen,
dass die Völker auf den Waben des Wintersitzes (fast) alles aufzehrten und nur in den Waben des hinteren Überwinterungsraumes noch reichlich, meist sogar vollverdeckeltes Futter zur Verfügung steht. In diesem Falle entnimmt man eine der rückwärtigen Futterwaben, macht sie bienenfrei und ritzt das verdeckelte Futter mit den Spitzen der Entdeckelungsgabel auf (nicht entdeckein, nur aufritzen) und hängt sie wieder hinten an. Die Bienen tragen nun dieses Futter ab, um es auf den vorderen Waben neu zu lagern. Dieses Futterumtragen bringt auch eine gute Wärme in den hinteren Teil des Überwinterungsraumes. Diese
Tatsache bewirkt zusätzlich, dass erneute Nässebildung verzögert wird. Der gesamte Überwinterungsraum (Brutraum) wird vollständig durchwärmt.
Nach 2-3 Tagen wird die vormals aufgeritzte Wabe entnommen und man stellt fest,
dass (fast) das gesamte Futter dieser Wabe sauber abgetragen wurde. Nun kann man eine weitere schwere (hinten hängende) Futterwabe bienenfrei machen und ebenfalls die Verdeckelung anritzen und wieder zum Umtragen einhängen.
Herrscht bei einem Volke Futtermangel, so sollte man eine aufgeritzte schwere Futterwabe eines anderen Volkes an den Bienensitz hängen. Eine weitere Kontrolle bei wärmerem Wetter schafft
Gewissheit. Notfalls gibt man noch einmal eine angeritzte schwere Futterwabe. Gleichzeitig kann bei dieser Kontrolle auch auf Weiselrichtigkeit geachtet werden. Es sollte zumindest jüngste, offene Brut vorhanden sein. Ist die
Weiselrichtigkeit bestätigt und herrscht weiter Futtermangel so sollte mit
Blütenhonig gefüttert werden. Zu dieser Jahreszeit sollte man in keinem Falle mit Zuckerfutter füttern. Nur bestes, invertiertes und mit allen Vollwertstoffen versehenes Futter ist wirklich nützlich, während die Bienen aus Zuckerfutter zunächst einen "honigähnlichen Stoff" zubereiten müssen um ihre Brut damit zu füttern. Der Rohrzucker
muss zuerst aufgespalten werden und es müssen körpereigene Säfte der Bienen zu diesem Futter zugesetzt werden. Dies aber zehrt stark an der Entwicklungskraft der Einzelbienen und damit auch der des Gesamtvolkes.
Auch die Verabreichung von eiweißhaltigen Futterteigen ist nach langjähriger Erfahrung nicht anzuraten. Wenn die Völker gesund sind und eine Mindeststärke haben, ist eine solche "Förderung" nicht notwendig. Sind aber die Völker nicht in einer Optimal Verfassung, dann nutzt eine solche Futterung in keiner Weise. Oft (meist) schlägt sie sogar in das Gegenteil des Gewünschten um.
Um eine verstärkte, zur Weidenblute einsetzende Brutpflege zu unterstützen und zu fordern, wird die hintere
Bodenbelüftung wieder dicht gemacht. Her Zweifel hat, kann auch jetzt (Heidenblüte) das Einenge-Schied an die letzte besetzte Wabe anhängen. Im danach wabenleeren hinteren Brutraum kann immer noch die Zeitung zur Nässeverhinderung verbleiben.
Nach Ende der Weidenblute (oder je nach Klimalage auch schon während dieser) stellt man fest,
dass gute Völker schon den gesamten Überwinterungsraum mit allen Waben wieder dicht besetzten. Dieses scheinbare Anwachsen der Völker ist meist nur der wärmeren Wetterlage und dem Auflockern der Bienenmenge in der Beute zu verdanken. Ein echtes Erstarken ist das noch nicht. Man warte also mit einer möglichen Erweiterung des Wabenbaues noch einige Zeit. Man warte, bis die Zahl der täglich schlüpfenden Jungbienen die Zahl der abgehenden Altbienen übersteigt. Dies erkennt man, wenn reichlich Jungbienen mit ihren schönen dichten und grauen Haarkleid auf den Oberträgerhölzern der Rähmchen zu beobachten sind.
Als erste Erweiterungswabe gibt der Verfasser zunächst eine Wabe mit 2 zusammengeklammerte Halbrähmchen von 35 mm Rähmchenbreite in den Maßen: 16,5 cm Höhe und 25 cm Breite. Bei dem oberen Halbrahmen handelt es sich um normalen, aber auf 35 mm verdickten Arbeiter-Zellenbau. Im unteren angeklammerten Halbrahmen wurde (oder wird) eine Mittelwand mit einer Prägung für Drohnenbau eingelötet. Die halbe Drohnenwabe nennt man, ihrem Zweck entsprechend
"Varroa-Falle". Näheres hierzu im Abschnitt "Unsere Varroafalle ....".(Siehe weiter hinten).
Muss unbedingt erweitert werden, so wird mit hellbraunen, wenig bebrüteten Leerwaben erweitert. Mittelwände sollten nicht vor der
Wildkirschenblüte gegeben werden.
Oft kommt es vor, dass nach milden Wintern über der Brut noch reichlich verdeckeltes Winterfutter lagert, welches eine gute Brutausdehnung verhindern kann. Dies umso nachteiliger, je reichlicher Pollen aus der Weidenblüte eingetragen und in unmittelbarer Nähe der Brut, also über der Brut und unter den restlichen Winterfutter abgelagert wird. Hier ist gut, wenn man dieses Über der Brut noch lagernde Winterfutter mit der Gabel aufritzt, damit es von den Bienen abgetragen und weiter hinten gelagert wird. Damit wird für die Pollenablagerung als auch die Brutausdehnung Platz geschaffen. Hierdurch wird auch weitestgehend ausgeschlossen,
dass beim späteren Umhängen von Brutwaben aus dem Brut- in den Honigraum Zuckerfutter mitumgehängt wird und später in den zu schleudernden Honig gelangt.
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Die "kleine Frühtrachtnutzung"
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In jedem Frühjahr erlebt man, dass das eine oder andere Volk, z.B. ein vorjähriger Ableger oder Schwärm zu Beginn der
Frühtracht aus Obst- und Löwenzahnblute noch nicht jene Stärke erreicht hat, die erforderlich ist, um den seitlichen Honigraum ohne Nachteil öffnen zu können. Oft besetzen solche Völker den Brutraum mit seinen 18 Waben Fassungsvermögen noch nicht völlig und sitzen aber beispielsweise auf 10-14 Waben doch sehr dicht, so
dass sie trotzdem etwas erweitert werden könnten.
In solchen Fällen ist die seitliche Honigraumfreigabe (also direkt neben dem Brutnest) noch nicht angebracht und so gibt man die Erweiterungswaben zur Unterbringung einer erhofften kleinen Frühtracht-Ernte einfach im Brutraum, indem man hinter die letzte besetzte Wabe
- nach Wegnahme des Einenge-Schiedes - einige wenig bebrütete vom Vorjahr noch honigfeuchte Waben aus dem Wabenschranke anhängt.
Diese Arbeitsweise hat zwei wichtige Vorteile:
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Einmal kann das so ausgestattete Volk in der aufkommenden Frühtracht den eingesammelten Honig in diesen hinteren Waben wunderbar ablagern und es wird dadurch eine mäßige Ernte möglich sein.
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Der zweite und besondere Vorteil besteht darin, dass das so hergerichtete Volk
für den Fall, dass eine eintragbare Tracht nicht aufkommt, oder doch so gering ist,
dass der gebotene Wabenraum nicht voll zur Trachtlagerung genutzt werden kann, diese zusätzlich gegebenen Waben aber zur weiteren Ausdehnung des Brutnestes nutzbar sind.
Dadurch wird zwar die Erfassung einer mäßig ausfallenden Tracht möglicherweise entfallen, aber das so behandelte Volk wird prächtig für die Nutzung der Sommertracht anwachsen und sein Brutnest weiter nach hinten ausdehnen können.
Würde man einem solchen Volke, welches zu Beginn der Frühtracht nur 12-14 (oder weniger) Waben belagert, den seitlichen Honigraum öffnen,
dürfte man in nächster Zeit den Brutraum nicht erweitern und damit
wäre die weitere Aufwärtsentwicklung stark gebremst. Beides, Honigraumfreigabe und Brutraumerweiterung
ist bei solchen, noch nicht annähernd "ausgewachsenen" Völkern sehr von Nachteil.
Durch diese beschriebene Betriebspraxis wird also die weitere Aufwärtsentwicklung des noch nicht honigraumreifen Volkes nicht gebremst und es besteht doch die Aussicht, auf den hinter das Brutnest eingehängten Waben wenigstens eine kleine Ernte des köstlichen
Frühtrachthonigs ernten zu können.
Fehlt aber eine Vorsommer- und Sommertracht, und gibt es nur eine Frühtracht als Haupttracht, dann wird auch dem schwächeren Volke ein kleiner Honigraum (der Volks- und der Trachtstärke entsprechend) freigegeben. In einem solchen Falle wird natürlich im Brutraum nicht erweitert, um das Brutnest während der
Frühtracht nicht wachsen zu lassen. Es wurde das große wachsende Brutnest entsprechend Honig verbrauchen, welcher danach möglicherweise zur Ernte fehlt.
Eine Erweiterung des Brutraumes zur Zeit der ausschließlichen Frühtracht kommt nur dann in Frage, wenn man bald nach der
Frühtracht stark vermehren und Ableger bilden will. Dies könnte auch sein, wenn man stark schwarmtriebige Bienen hält und nach der
Frühtracht stark eingreifende Schwarmverhinderungsmaßnahmen (wie Ablegerbildung usw.) durchführen
muss.
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Nicht immer muss zur Ausnutzung einer mäßigen Frühtracht der seitliche Honigraum geöffnet werden. Es gibt Völker, welche zu dieser Zeit die absolute Trachtstärke noch nicht erreicht haben, aber eine zügige Aufwärtsentwicklung zeigen, weil ein guter Stamm Jungbienen schon schlüpft und überwinterte Trachtbienen zur Trachtnutzung frei werden. Solchen, zwar guten aber noch nicht vollstarken Völkern den seitlichen Honigraum (wie auch immer) freizugeben, wäre unklug. Man gibt solchen Völkern im Brutraum noch einige Waben zu, welche einfach hinter das Brutnest anzuhängen sind.
Das Brutnest bleibt unangetastet. Lediglich wird die evtl. schon ausgebaute, aber noch nicht bebrütete Mittelwand und die
Pollen-Abschlusswabe vor den Baurahmen (oder hinter die Varroa-Falle) gehängt. Dahinter können (je nach tatsächlicher Volksstärke bzw. Trachtergiebigkeit) 2-5 Waben zur Erfassung der Frühtracht angehängt werden. Rechnet man,
dass jede Wabe ca. 3 Pfund Honig (nicht voll verdeckelt) aufnehmen kann, so kann eine Frühtracht von 6-15 Pfund Honig auf diese Weise geerntet werden.
Fällt die erwartete Tracht aber aus, so stehen dem Volke die gegebenen Waben zur Ausdehnung des Brutnestes zur Verfügung. Es wird dadurch ein starkes Volk für die Sommertracht heranwachsen können.
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