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d) Schröpfen durch Brutablegerbildung
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Wird bei einer Kontrolle festgestellt, dass die Königin zwar noch gut stiftet,
dass aber schon bestiftete oder mit allerjüngsten Maden versehene Schwarmzellen vorhanden sind, so kann durch Entnahme eines
Brutablegers das Ausziehen des Vorschwarmes meist noch erfolgreich verhindert und der Fleiß des Volkes erhalten werden.
Durch die Entnahme von 4-5 Brutwaben mit verdeckelter, gar schlupfreifer Brut samt den jeweils aufsitzenden Bienen, sowie 2 mit Bienen gut besetzten Futter- und Pollenwaben wird das Volk "geschröpft". Wichtig bei dieser Ablegerbildung ist,
dass man möglichst schlupfreife Brutwaben und recht viele Ammen- oder Pflegebienen mit in den Ableger übernimmt. Es ist daher gut, wenn man vor der Entnahme der mit Bienen besetzten verdeckelten Brutwaben die Pflegebienen von einer Wabe mit allerjüngster Brut und die Baubienen des Baurahmens in den Ablegerkasten abstößt/abfegt.
Soll der Ableger auf dem Stande (oder im Flugkreis von ca. 3 km) verbleiben, so ist die Zugabe dieser Jungbienen von 2 Waben sogar unbedingte Forderung, denn es werden von den mitumgehängten Bienen alle Flugbienen nach der Aufstellung des Ablegers wieder zurückfliegen und damit den neuen Ableger schwächen.
Dem geschröpften Wirtschaftsvolke gibt man an Stelle der entnommenen Waben helle, wenig bebrütete Leerwaben, damit die Königin bald wieder ein neues großes Brutnest aufbauen kann. Diese erneute
Brutnesterweiterung wirkt schwarmtriebdämmend und erhält den Trachtfleiß des Volkes. Mittelwände sollte man bei bei dieser Methode zunächst nicht geben, da sie oft nicht ausgebaut, oder durch angesetzte Schwarmzellenanfänge "verschandelt" werden.
Den Ableger lässt man auf den Brutwaben zunächst einige Königinnen-Zellen (Schwarmzellen oder auch Nachschaffungszellen) bis zu deren Verdeckelung pflegen, um sie dann auszuschneiden und den Ableger mit einer Königin (vom Züchter oder eigener Aufzucht) zu
beweiseln.
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Ein Ableger auf 6 Waben wurde im "Ableger- und
Wabentransportkasten" untergebracht und mit vorgesetztem Lüftungsgitter bis zum späten Nachmittag Im Schatten einer Hecke
stehen lassen und dann auf den Außenstand verbracht, dort aufgestellt und sofort das Flugloch freigegeben. Indem das
Vorsatzteil mit Gitter und Flugloch einfach umgedreht wurde. Der
Tragebügel mit Griff wurde vorübergehend abgenommen. Die
Fluglochvorsatzteile der einzelnen Kasten sollten verschiedenfarbig gestrichen sein. So können dann mehrere Ableger rel. dicht In einer Reihe aufgestellt werden, ohne
dass sich Bienen und heimkehrende Königinnen verfliegen. Ein vor das Flugloch gelegtes Brettchen oder ein anderer Gegenstand fördern die Orientierung zusätzlich. Ein aufgelegter Feldstein sichert den
Deckel
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Kommt der Ableger auf einen neuen Standplatz außerhalb des Flugkreises, kann man ihm auch eine Edelmade in eine der vorhandenen Schwarmzellen (wie im vorigen Abschnitt beschrieben) umbetten.
Handelt es sich aber bei dem zu schröpfenden Wirtschaftsvolk um ein
nachzuchtwürdiges Volk, so kann man ihm selbstverständlich auch eine eigene Schwarmzelle zur Heiterpflege belassen. Wenn der Ableger sich eine Königin selber erziehen
muss, so sollte man ihn unbedingt auf einen Platz außerhalb des Flugkreises aufstellen, denn er sollte alle mitumgehängten Flugbienen behalten, um den natürlichen
Nahrungsfluss auch auf dem neuen Standplatz zu gewährleisten
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e) Schröpfen durch Kunstschwarmbildung
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Hat man zum Zeitpunkt des Schwarmzellenansatzes schon junge begattete Königinnen, so kann man den schwarmtriebigen Völkern Jungbienen durch Abfegen von Brutwaben entnehmen und die Bienen (auch aus mehreren Völkern) zu Kunstschwärmen zusammenstellen, denen man danach je eine begattete Jungkönigin in einem üblichen Verfahren zusetzt.
Eine besondere Art der Kunstschwarmbildung wurde vom Verfasser viele Male mit Erfolg praktiziert:
Es wird vom schwarmtriebigen Volke ein kleiner Kunstschwarm derart gebildet,
dass man dem Volk die Bienen von 5-7 Brutwaben samt Altmutter in den 6-Waben-Ablegerkasten der Firma KUNESA abfegt, auf einen neuen Platz außerhalb des Flugkreises aufstellt und diesem Kunstschwarm 6 Mittelwände gibt. Voraussetzung ist bei diesem Verfahren,
dass am Standplatz des Kunstschwarmes Tracht herrscht, damit der Kunstschwarm bauen und sich selber versorgen kann.
Bei diesem Verfahren muss man natürlich für die Wiederbeweiselung des Wirtschaftsvolkes Sorge tragen. Dies kann auf gleiche Weise geschehen, wie im
Abschnitt b) schon beschrieben.
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f) Vorläufige Schwarmvermeidung durch einfachen Fluglochwechsel
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Bei einer routinemäßigen Kontrolle könnte der Fall eintreten, dass man in einem Volke Schwarmzellen mit dicken Maden oder gar schon in verdeckeltem Zustand entdeckt. Dies
würde bedeuten, dass der Vorschwarm in Kürze (vielleicht noch am gleichen Tage) abgehen könnte. Wenn dann aber aus Zeitnot, oder weil die Königin bei der Durchsicht des Volkes nicht gefunden wird, oder aber auch, weil der Auszug des Schwarmes kurz bevor steht, weil schon verdeckelte Schwarmzellen gefunden werden, muß sofort etwas getan werden. Es könnte auch sein,
dass aus anderen Gründen ein den Schwärm verhindernde Maßnahme nicht sofort durchführbar ist, so wird eine "vorläufige", den Schwarmauszug verhindernde Maßnahme erforderlich.
Dazu wird mit Hilfe der Flugloch-Vorsatzteile das bisherige Honigraum-Flugloch geöffnet und das Brutraum-Flugloch der WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER (WLB) geschlossen. Dazu ist lediglich der Wechsel der beiden Vorsatzteile erforderlich. Das ist zunächst alles! Diese Arbeit ist in weniger als 2 Minuten
durchführbar. Das Glasröhrchen der Bienenflucht ist zuvor zu entnehmen und durch einen Korken zu ersetzen.
Was wird mit dieser Sofortmaßnahme erreicht?
- Die Bienen aus dem Brutraum können nur durch das Absperrgitter Über den ehemaligen Honigraum zum Flugloch aus- und einfliegen. Die Königin ist also hinter dem senkrechten Absperrgitter gefangen. Der Vorschwarm zieht zwar aus, kehrt aber bald zurück, weil die Königin nicht mitkommen kann.
- Nach 14 Tagen muss eine Kontrolle des Brutraumes erfolgen:
Die ersten Schwarmzellen-Königinnen mussten geschlüpft sein. Es ist aber zwischenzeitlich (vom Imker meist unbemerkt) im Brutraum einiges geschehen. Entweder das Volk hat, nachdem es wahrscheinlich noch einmal versuchte auszuschwärmen, das Schwärmen aufgegeben und alle Schwarmzellen ausgebissen und sich auf die alte Königin
geinigt. In diesem Falle ist alles in Ordnung.
Im zweiten möglichen Fall hat das Volk die alte Königin abgetötet und erwartete den Schlupf der Jungköniginnen. Dabei kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einmal zum Versuch auszuschwärmen, weil es mit mindestens einer der ersten geschlüpften Jungköniginnen schwärmen möchte (Singer-Vorschwarm).
Aber auch dieser Schwarm muss zurückkehren, weil ja auch die im Brutraum
geschlüpften Jungköniginnen hinter Gitter gefangen sind. So kommt es innerhalb des Volkes zwangsläufig bald zur Entscheidung. Es wird letztendlich nur eine einzige
Jungkönigin übrig bleiben, so dass danach kein weiterer Schwarmauszugsversuch mehr folgen wird.
3. Wenn diese Entscheidung vom Volke selbst in irgendeiner Form gefallen ist,
muss nunmehr die Flugloch-Umschaltung wieder rückgängig gemacht werden. Es wird wieder das eigentliche Brutraum-Flugloch geöffnet und das Honigraum-Flugloch geschlossen, damit nun die verbliebene Jungkönigin zu ihren Begattungsausflügen starten kann.
Durch die relativ dicht nebeneinander liegenden Fluglöcher auf gleicher Ebene des großen Anflugbrettes, kommt es kaum zum Flugbienenstau beim Umschalten der Fluglöcher. Die ersten heimkehrenden Flugbienen nach dem Umschalten suchen zunächst das alte Flugloch, finden es verschlossen und finden aber dann bald (schon nach einer Minute) das jetzt unmittelbar daneben liegende und geöffnete Honigraum-Flugloch und ziehen fächelnd und sterzelnd (den nachfolgenden Bienen den Weg zeigend) ein. Schon nach kurzer Zeit verläuft der Flugverkehr auf dem Flugbrett wieder fast reibungslos.
Ist die Umschaltung aber nur aus Zeitgründen durchgeführt worden, so kann am nächsten Tag noch einmal die Altmutter gesucht und eine andere der schon vorher beschriebenen Maßnahmen durchgeführt werden. Diese Maßnahme zur Vermeidung des Schwarmverlustes ist in der WARMBAULAGERBEUTE System BREMER einfach und schnell wie wohl kaum in einer anderen Beute
durchführbar
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Schwarmpflege
a. Das Einlogieren
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Über das Einfangen des ausgezogenen Schwarmes soll hier nichts weiter beschrieben werden. Dies kann man in anderen
Bienenbüchern ausführlich nachlesen. Außerdem gestaltet sich das Einfangen
jedes Mal anders, so dass man von einer Patentlösung ohnedies nicht reden kann.
Zum Einlogieren eines eingefangenen Schwarmes in seine zukünftige Behausung geht man nach vielfach erprobter Weise folgendermaßen vor:
Das Flugloch des zukünftigen Brutraumes, in den der Schwärm eingeworfen werden soll, ist zu
schließen, während das Flugloch des künftigen Honigraumes geöffnet wird. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, die sich in der Praxis
vorzüglich bewährt hat. Vor allem dann, wenn der eingefangene Schwärm sofort, noch am Tage des Auszuges und ohne vorausgegangene
"Dunkelhaft" einlogiert werden soll.
In beide Räume (Brut- als auch Honigraum) werden jeweils je nach Schwarmstärke einige Rähmchen mit eingelöteten
Mittelwänden hinter der Stirnwand (vorne) eingehängt. Die Blechschieber, welche die beiden Räume trennen, werden gezogen, so
dass die Bienen das Absperrgitter passieren können.
Der künftige, mit einigen Mittelwänden ausgestattete Honigraum wird mit Abdeckfolie und ROOFMATE-Platte abgedeckt. Nach diesen
Vorbereitungen wird nun der Schwarm aus dem Fangkasten mit Schwung in den hinteren, rähmchenfreien Teil des
Brutraumes geworfen. Dieser wird ebenfalls sofort abgedeckt und die Beute geschlossen. Dies ist zunächst alles. Es wird in keinem der beiden Räume ein Einenge-Schied eingesetzt, denn der
Schwarm will und soll zunächst weit sitzen und sich im Brutraum, hinter den dort hängenden Mittelwand-Rähmchen und auch unterhalb dieser aufhängen können. Erst
über Nacht werden sich die Bienen auf die Mittelwände setzen und diese auszubauen beginnen. Die Bienen des Schwarmes können aus dem Brutraum durch das Absperrgitter Über den Honigraum aus dessen Flugloch (welches ja geöffnet ist) ausfliegen, während die Königin im Brutraum verbleiben
muss. Somit ist absolut verhindert, dass der eingeschlagene Schwärm erneut auszieht und davon fliegt, weil ja die Königin nicht mitkommen kann. Zieht er doch aus, so kommt er bald wieder zurück.
Sobald der Schwärm beginnt, die im Brutraum hängenden Mittelwände auszubauen, wird das Brutraumflugloch durch Umdrehen des Vorsatzteiles geöffnet, denn indem der Schwärm die Mittelwände auszubauen beginnt, sagt er uns,
dass er mit der Wohnung zufrieden ist und nicht wieder ausziehen will. Jetzt werden auch die im Honigraum hängenden Mittelwände ebenfalls in den Brutraum umgehängt und das Absperrgitter wird mit der zugehörigen PU-Hartschaumplatte abgedichtet. Starke Schwärme haben nicht selten schon über Nacht auch an den
Mittelwänden des Honigraumes mit dem Ausbauen begonnen. Nachdem die letzten Bienen den Honigraum verlassen haben, wird nun das bisher geöffnete Honigraumflugloch durch Umdrehen des Vorsatzteiles geschlossen.
So sitzt nun der Schwarm ausschließlich auf Rähmchen mit eingelöteten Mittelwänden und kann seinen Bau tüchtig ausbauen. Die Anzahl der zu gebenden Mittelwände richtet sich nach der Stärke des Schwarmes. Hinter das letzte erforderliche
Mittelwandrähmchen hängt man nun das
Einenge-Schied, ohne den unteren Abschlusskeil anzusetzen, damit evtl. hinter dem Schied nach 2 Tagen (bei Machtlosigkeit) mit dem zugehörigen Futterkasten gefüttert werden kann. Niemals gebe man einem
Schwarm ausgebaute Waben. Die schönsten Waben bauen Schwärme und das sollte man nutzen.
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b. Schwarm und Varroabekämpfung
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Seit wir die Varroatose auf allen Ständen nachweisen können, ist es sinnvoll, die Schwärme bald nach dem Einfangen gegen die Varroamilben zu behandeln. Dies geschah zunächst dadurch,
dass die Schwärme noch bevor sie auf Mittelwände einlogiert wurden, mit dem Mittel FOLBEX VA NEU begast wurden.
Seit etwa 10 Jahren versuche ich jegliche Chemie von meinen Völkern fernzuhalten und mit Ameisensäure (auch IMP) zu behandeln. Noch
sympathischer muss uns aber sein, wenn wir auch dieses "Mittel" weglassen können. So habe ich einen Weg gefunden, der mir die Schwärme gleich zu Beginn ihrer Eigenständigkeit auf "biotechnischem" Wege nahezu varroafrei macht. Dies geschieht folgendermaßen:
Sobald der eingeschlagene Schwärm die Mittelwände ausbaut und die Königin schon einige Tage stiftet, hänge ich meine biologische
"Varroafalle" dort zwischen die ausgebauten Mittelwände, wo die Königin mit der Eiablage begonnen hat und wo die
aller ersten jüngsten Maden in den Zellen zu finden sind. Dies ist bei Vorschwärmen meist schon 4 Tage nach dem Einschlagen des Schwarmes. Bei Nachschwärmen mit junger unbegatteter Königin kann das in 10 bis 14 Tagen (je nach Wetterlage) der Fall sein.
Diese meine "Varroafalle" ist weiter hinten im Abschnitt "Unsere
Varroafalle, eine Varroabekämfung ohne Chemie" näher beschrieben. Trotzdem soll hierzu noch etwas weiter erläutert werden.
Sobald im aufstrebenden Schwärm die aller erste Brut vorhanden ist, warten auch die Varroamilben auf die erste Gelegenheit, in Brutzellen einzuschlüpfen um sich zu vermehren. Dazu bietet man mit der
"Varroafalle" den Milben die beste Möglichkeit. Man entnimmt einem der Wirtschaftsvölker einen Drohnenrahmen in welchem schon ältere Maden vorhanden sind und hängt dieses Rähmchen mitten in das sich neu bildende Brutnest des Schwarmes ein. Hier haben die vom
Schwarm mitgebrachten Varroamilben die erste Gelegenheit in diese Brutzellen zu
schlüpfen, um sich zu vermehren. Die Erfahrung lehrt, dass die Milben diese Gelegenheit auch sofort ausnützen. Eine Woche später, wenn alle Drohnenbrut verdeckelt ist, entnimmt man diesen Drohnenrahmen und gibt ihn, wie weiter hinten beschrieben in die Tiefkühltruhe um sie einzufrieren und damit auch die
eingeschlüpften, vermehrungswilligen Varroamilben abzutöten.
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Die Honigernte
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Die Honigernte wird möglich oder ist erforderlich, wenn
- Die Waben im Honigraum zum größten Teil (besser vollständig) von den Bienen verdeckelt wurden. Dies ist meist das äußere Zeichen dafür, dass der Honig "reif" ist, oder
- wenn es darum geht, bestimmte Sortenhonige zu ernten, um den Kunden ganz bestimmte Honigsorten anbieten zu können. Dabei muss aber bedacht werden, dass solche Honige nur mit Sortenbezeichnung angeboten werden dürfen, wenn mindestens die Hälfte des geschleuderten (und angebotenen) Honigs mit absoluter Sicherheit der bezeichneten Tracht entsprechen muss. Geschleudert wird auch,
- wenn es darum geht, schwer schleuderbare Honige, welche sehr früh (oft auch schon in den Wabenzellen) kandieren, vor dem Kandelungsprozeß zu ernten. Hier ist vor allem der
Melizitosehonig, der sogenannte "Zementhonig" zu nennen. Auch ausgesprochen reiner Rapshonig sollte bald nach Trachtende ausgeschleudert werden. Weiter
muss geschleudert werden, wenn
- die Tracht vorüber ist und es darum geht, die Völker für die Einwinterung vorzubereiten. Diese letzte Honigentnahme bezeichnet man auch als "Abschleudern" der Völker.
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Grundsätzlich gilt für alle Schleuderungen, dass der Honig "reif" sein
muss und der Wassergehalt möglichst bei, besser unter 18 % liegen sollte. Gut ist daher in jedem Falle, wenn für die Bestimmung des Wassergehaltes ein sogenanntes
"Refraktormetergerät" verwendet wird. Nur mit dessen Hilfe ist die genaue Bestimmung des Wassergehaltes möglich. Als Faustregel geht man zwar davon aus,
dass der Honig aus verdeckelten Zellen reif ist, aber man darf bei der Beurteilung der zu schleudernden Waben nicht gar so großzügig sein. Man
muss wissen, dass es immer Ausnahmen von der Regel gibt. Gar mancher hat schon zu "feuchten" Honig geschleudert und
musste später erleben, dass dieser Honig "säuerte" und in Gärung überging. Verfasser hat einmal auf dem Stande eines Freundes in Norddeutschland mit Hilfe des
Refraktormeters feststellen müssen, dass dessen Honig aus der Rapstracht, selbst aus vollständig verdeckelten Waben, einen Wassergehalt von 22 l hatte. Zu "feuchter Honig" darf nicht in den Handel gebracht werden.
"Feuchte" Honige gibt es vor allem dann, wenn die Völker eine sogenannte "Bombentracht", eine Massentracht bei hoher Luftfeuchtigkeit und sehr hohen Tageszunahmen über mehrere Tage hintereinander eintragen. In solchen Massentrachten haben die Biene meist nicht genügend Zeit und Energie, den hohen Wassergehalt des eingetragenen Nektars in der Kürze der Zeit, oder aus Mangel an Bienen, bis zum nächsten Tage auszuscheiden und zu verdunsten und damit auch ordentlich zu fermentieren und einzudicken. In solchen Bombentrachten tragen die Bienen in ihrem großen Sammeleifer den Nektar in jede freie oder auch nur mit teilausgereiftem Honig gefüllte Zellen ein und verdeckein dann auch diese Zellen vorzeitig, gewissermaßen aus Platzmangel. In solchen Massentrachten ist es daher gut, wenn die Völker während der Trachtzeit reichlich Lagermöglichkeit, sprich Wabenfläche, für den frisch eingetragenen und noch zu verarbeitenden Nektar zur Verfügung haben. Es ist also ein Honigraum mit ausreichend vielen Waben erforderlich. Dies ist bei der WLB absolut der Fall. Aber es genügt durchaus nicht, wenn die Völker nur ausreichend Wabenraum zur Lagerung des Nektars haben. Es müssen aber auch ausreichend Bienen vorhanden sein, welche diesen Wabenraum dicht belagern und erwärmen und die Eindickungsarbeit ordentlich durchführen, den Nektar also ausreichend gut zu Honig verarbeiten können. Der Wabenbesatz
muss ausreichend dicht sein, um reifen und gut invertierten Honig ernten zu können.
Grundsätzlich sollten also entweder nur total verdeckelte Waben geschleudert werden, oder man entnimmt für die Schleuderung nur jene Waben, deren Zellen ausnahmslos mit Honig gefüllt und zumindest die Hälfte der Wabenfläche verdeckelt ist. Bei noch nicht verdeckelten Wabenflächen
muss man besonders vorsichtig sein, wenn die Tracht noch im Gange ist. Dann ist nämlich die Gefahr,
dass in den unverdeckelten Zellen reichlich unreifer "Honig", der erst Stunden vor der Wabenentnahme eingetragen wurde, in diesen Zellen gelagert und damit auch noch vollständig unreif und unvollkommen invertiert ist. Auch wenn der Wassergehalt in den verdeckelten Zellen niedrig genug ist, so kann der geschleuderte Honig später doch einen zu hohen Wassergehalt aufweisen, weil der "Honig" aus den noch nicht verdeckelten Zellen die Gesamthonigmenge regelrecht "verdünnt"
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Die Entnahme der honiggefüllten und zu schleudernden Waben werden bei der WARMBAU-LAGERBEUTE System BREMER zweckmäßigerweise nach den beiden im Folgenden beschriebenen Methoden entnommen:
a) Der Honigraum der WLB
wird abgedeckt (ROOFMATE-Platte abnehmen, die Klarsichtfolie langsam unter Anwendung von Rauch oder unter Zuhilfenahme des "Nelkentuches" abnehmen). Nun wird die letzte Wabe entnommen und in einen "Ableger- und Wabentransportkasten" eingehängt. Danach hat man Platz und Bewegungsfreiheit. Es wird nun, von hinten beginnend, jede einzelne Wabe entnommen und auf Schleuderfähigkeit (Grad der
Verdeckelung) geprüft. Alle als schleuderfähig angesehenen (ausreichend
verdeckelten) Waben werden in einen "Ableger- und Wabentransportkasten" oder eine andere Kiste samt aufsitzenden Bienen eingehängt. Nicht schleuderfähige Waben verbleiben im Honigraum und werden nach vorne geschoben.
Nun werden die abseits in einem oder zwei Ableger- und Wabentransportkasten oder anderen Kiste samt aufsitzenden Bienen abgestellten Schleuderwaben von Bienen befreit, indem sie einzel in den hinteren, fast wabenleeren Honigraum abgestoßen und abgefegt werden. Dies geht ganz besonders schnell, wenn keine absolut trachtlose Zeit herrscht, denn die Bienen haben sich in der Zwischenzeit an den nicht verdeckelten Honigzellen tüchtig vollgesaugt und fallen nun beim Abstoßen sehr leicht von den Waben ab. Dadurch, daß sich die Bienen vor dem Abfegen voll Honig saugen konnten und auch weil die Bienen Wabe für Wabe in den Honigraum zurückgefegt werden, bleiben die Bienen recht friedlich. Würde man die Bienen sofort nach Herausnehmen der Waben in den Honigraum, auf dort noch hängende Honigwaben zurückfegen, so könnten sie sich nicht voll saugen und wurden unter Umständen mehrmals abgefegt werden, weil sie sich ja nach dem Abfegen der ersten Waben sofort wieder auf eine andere Wabe setzen und nun nochmals mit dem Besen oder der Feder Bekanntschaft machen wurden.
Sind alle schleuderfähigen Waben abgestoßen/abgefegt, so wird der Honigraum wieder mit leeren, ausgeschleuderten Waben aus dem Wabenschranke oder eines zuvor geschleuderten Volkes
aufgefüllt. Der Honigraum wird wieder mit Klarsichtfolie und der ROOFMATE-Platte abgedeckt und die Beute geschlossen.
Diese Arbeit ist sehr gut durchzuführen, wenn der Honig absolut reif ist und in den letzten Tagen keine nennenswerte Tracht herrschte,
so dass angenommen werden kann, dass auch der noch unverdeckelte Honig reif und schleuderfähig ist.
Wer Zweifel hat und ganz sicher gehen will, der verwendet schon vor der Schleuderung das Refraktometergerät, indem er aus offenen,
also noch nicht verdeckelten Honigzellen mit einem Kunststoffstäbchen
Honig entnimmt und auf das Refraktometergerät aufbringt und den Wassergehalt genau feststellt.
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Wenn bei absoluter Trachtlosigkeit (trifft vor allem beim "Abschleudern" zu) geschleudert werden muss, oder wenn man das Abfegen der Bienen nicht durchführen mag, sollte man
b) die Bienenflucht verwenden,
um den Honigraum bei der Honigwabenentnahme möglichst bienenfrei zu haben. Dabei geht man folgendermaßen vor:
Am Vorabend oder am frühen Morgen des Schleudertages wird vor den Honigraum das Schieberteil mit der "Bienenflucht" angebracht. Ist dies geschehen, wird der Honigraum bienendicht vom Brutraum getrennt, indem die 3 Schieberbleche am Absperrgitter entlang von oben eingeschoben werden.
Dazu ist erforderlich, dass man die Beute öffnet, die ROOFMATE-Platten wegnimmt und die
"Blindschiede" (über dem Absperrgitterschied) entnimmt. Nun ist der Weg von oben zum Einschieben der Schiedbleche frei. Danach deckt man beide Räume wieder ab und schließt die Beute.
Schon bald (nach etwa einer Stunde) stellt man fest, dass die Bienen den Honigraum durch die Bienenflucht verlassen und zum Brutraum-Flugloch überwechseln und in diesen einziehen. Verfasser gibt die Bienenflucht am liebsten am frühen Morgen frei und kann dann am Spätnachmittag die Honigwaben aus den abgeschieberten Honigräumen nahezu bienenfrei entnehmen. Die letzten auf den Einzelwaben sitzenden Bienen sind Jungbienen, die beim Abfegen friedlich und leicht abzustoßen bzw. abzufegen sind.
Die Verwendung der Bienenflucht garantiert auch, dass an diesem Tage kein frisch eingetragener Nektar in die zu schleudernden Waben kommt und damit der Wassergehalt des geschleuderten Honigs relativ niedrig bleibt. Die Bienenflucht ist also vor allem dann angebracht, wenn noch Tracht herrscht und aus irgendeinem Grunde unbedingt geschleudert werden soll, oder aber auch in absolut trachtloser Zeit (z.B. beim Abschleudern), wenn das Aufkommen einer Räuberei bei der Honigwabenentnahme zu befürchten ist.
Nachdem man die schleuderfähigen Honigwaben entnommen hat, wird der Honigraum wieder mit ausgeschleuderten Waben oder solchen aus dem Wabenvorrat aufgefüllt und die Schiedbleche am Absperrgitter werden wieder gezogen, damit die Bienen den Honigraum sofort wieder neu besiedeln können. Danach wird die Klarsichtfolie aufgelegt, mit der ROOFMATE-Platte abgedeckt und die Beute geschlossen. Zum Schluss wird die Bienenflucht entfernt und das Loch im Fluglochvorsatzteil mit einem Korken (oder ähnlichem) geschlossen.
Die ausgeschleuderten Waben werden sorgfältig im Wabenschrank untergebracht und mit Schwefel dämpfen gegen die Wachsmotten-Larven, den Rankmaden behandelt.
über die Gewinnung, "Behandlung" und Vermarktung des Honigs sollte jede Imkerin und jeder Imker einen Lehrgang besuchen und sich dabei die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten
aneignen
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Die Bienenflucht wurde vor den Honigraum gesetzt und die Schieberbleche am Absperrgitter eingeschoben. Schon nach
einer Stunde beginnen die Bienen den Honigraum durch das Glasröhrchen zu verlassen. Das Glasröhrchen sollte mit seiner Öffnung immer dem Flugloch zugewendet sein. Am Morgen abgeschiebert und Flucht vorgegeben, ist am Spätnachmittag
der Honigraum fast bienenleer.
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Der Bodeneinschub blieb im Sommer samt Varroagitterauflage in der Beute. Die Wachsmotten und deren Larven konnten hier ungestört leben. Das Gemülle von den Rankmaden total versponnen. Reichlich verpuppte Wachsmotten sind darin zu finden.
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